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BeNe – Betroffenen Netzwerk der Evangelischen Kirche und Diakonie

Aufgabe: Für das Betroffenen Netzwerk der Evangelischen Kirche und Diakonie durften wir den gesamten Markenauftritt entwickeln – von der Farbwelt und Wort-Bildmarke über die visuelle Bildsprache bis hin zum Screendesign der Website und dem umfangreichen Forum als geschütztem Ort für Austausch und Vernetzung.

Ziel: Ziel war es, eine Identität zu schaffen, die Sicherheit, Vertrauen und Würde vermittelt. Der Auftritt sollte Betroffenen einen geschützten Raum bieten und gleichzeitig Offenheit, Orientierung und Gemeinschaft sichtbar machen.

Hintergrund: Das Betroffenen Netzwerk wurde von Betroffenen sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie gegründet. Es versteht sich als Plattform für Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung. Die Gestaltung dieses Projekts erforderte daher nicht nur gestalterische Präzision, sondern vor allem Empathie, Sensibilität und einen respektvollen Umgang mit den Erfahrungen der Menschen hinter dem Netzwerk.

Stil: Die visuelle Identität setzt auf eine ruhige, zurückhaltende Farbwelt mit sanften Naturtönen, klarer Typografie und einer reduzierten Formsprache. Bewusst wurde auf laute Gestaltungselemente verzichtet, um eine Atmosphäre von Vertrauen, Wertschätzung und Ruhe entstehen zu lassen und unerwünschte Triggerpunkte zu vermeiden. Illustrationen und Bildwelt unterstreichen den menschlichen Charakter der Marke und schaffen eine einladende, geschützte Umgebung. Die Details sind dabei meist nur für Betroffene sichtbar: Wie zum Beispiel in der Hauptillustration, die drei sehr unertschiedliche Menschen in ihren Erfahren miteinander verbinden, sich jedoch nicht berühren.

Die Wort-Bildmarke: Die Wortmarke verbindet Seriosität mit Wärme und Nahbarkeit. Ergänzt wird sie durch eine reduzierte, lineare Bildsprache, die Gemeinschaft, Austausch und gegenseitige Unterstützung symbolisiert. Die Gestaltung stellt bewusst den Menschen in den Mittelpunkt und schafft eine visuelle Identität, die Orientierung gibt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Persönlich: Dieses Projekt war für uns weit mehr als ein klassischer Designauftrag. Die Gespräche mit den Menschen, die das Netzwerk gegründet haben, haben uns tief bewegt und nachhaltig geprägt. Umso dankbarer sind wir, mit unserer gestalterischen Arbeit einen kleinen Beitrag zur Sichtbarkeit, Vernetzung und Aufarbeitung dieses wichtigen Themas leisten zu dürfen.

Kunde: Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)